Versorgung im Gudbrandstal

Per Gunnar Hagelien, Leiter des Pilgerzentrums in Hundorp, hat uns gebeten, diese Info allen Pilgern bekannt zu machen.

Wir machen das gerne und wünschen allen einen guten Weg.

Bitte aufrufen:   Gudbrandstal_Versorgung

424 Tage Trondheim – Santiago de Compostela

Alleine von Nidaros nach Santiago – mit Fortsetzung in Meslo Gard

Am 6. Dezember 2010 rief Pilgerpastor Bernd Lohse bei uns an. Bei ihm war eine neuseeländische Pilgerin, die von Trondheim nach Santiago de Compostela pilgerte – ganz allein. Er wollte für sie einen Übernachtungsplatz in Buxtehude finden, wo sie zwei Tage später ankommen wollte.
Gerne luden wir sie zu uns ein. Susan kam am 8.Dezember am Spätnachmittag bei uns an.

Wir verbrachten einen wunderbaren Abend miteinander, konnten über gemeinsame Bekannte in Norwegen sprechen und über Susans Heimat Neuseeland, die wir gut kennen. Immer wieder bereichernd sind bei solchen Begegnungen auch die Gespräche über den gemeinsamen Glauben. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Susan, dass sie uns besucht hat. Sie hat uns damit beschenkt.

Als Susan in Buxtehude war, war sie bereits 113 Tage unterwegs.  Wir haben sie dann noch zur nächsten Pilgerherberge in Harsefeld weitervermittelt. Anfang 2011 haben wir per Mail mal nachgefragt, wo sie wohl sei. Sie war gerade in Münster angekommen und Weihnachten hatte sie in einem Benediktinerkloster in Damme verbracht. Sie war also noch immer gut auf dem Weg.

Im Oktober 2011 kam dann eine Postkarte aus Santiago de Compostela. Susan war angekommen – nach insgesamt 424 Tagen, während der meisten Zeit allein unterwegs.

Gerne hätten wir Susan eingeladen – doch das lies sie nicht zu – sie zahlte einen Übernachtungspreis an uns. Wir gaben den Betrag in ein Sparschwein für eine Stiftung unserer Kirchengemeinde. So bleibt Susan für immer mit uns verbunden und es bewahrheitet sich wieder einmal, was Abtprimas Notker Wolf sagte: Pilger verbinden die Religionen dieser Welt.

Wir wünschen Susan, die inzwischen wieder in Neuseeland lebt, alles Gute für ihre weiteren Lebensweg.

Die Fortsetzung der Geschichte:

Was Pilger so erleben.

Als wir im Juli dieses Jahres zur Pilgerherberge Meslo kamen, begrüßte uns wie immer Ingrid Meslo sehr herzlich. Sie strahlte und sagte: In diesem Jahr habe ich eine Hilfe – eine Pilgerin aus Neuseeland, Susan.
Wir beide dachten sofort an „unsere“ Susan. Der nächste Satz von Ingrid war: Sie kennt euch. Da war alles klar.

Groß war die Freude über dieses Wiedersehen. Susan ist seit damals, mit kurzem Zwischenaufenthalt in Neuseeland, Dauerpilgerin. Sie war inzwischen in Rom, Jerusalem, in der Ukraine und möchte nach dem Aufenthalt in Norwegen in die Balkanländer. Natürlich kommt bei dieser Geschichte die Frage nach der Finanzierung. Erstens ist Susan sehr, sehr genügsam und zweitens ist sie von Beruf Musikerin. Sie erzählte, dass sie in der Ukraine z.B. als Straßenmusikantin gearbeitet hat.

Ein wahrlich ungewöhnliches Pilgerleben. Wir haben den Eindruck, dass Susan gar nicht mehr ein „Nicht-Pilger-Leben“ führen kann. Wir wünschen ihr weiterhin alles Gute.

Fokstugu

Für alle Freunde von Fokstugu.

So sieht es zur Zeit auf Fokstugu aus. Christiane hat uns dieses aktuelle Foto gemailt.

Fokstugu auf dem Dovrefjell im Dezember

Fokstugu auf dem Dovrefjell am 7. Dezember 2010